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Leseprobe zu Band II: Die Macht der Zeitenwanderer
WhytenÜber Centratur lag der schwarze Mantel der Nacht. Unsichtbar zog sich ein dichtes Wolkenband vom Worameer bis zu den Ruburhöhen, das Mond und Sterne verbarg. Still verharrtender Weiße und der Graue Wald. Im Thaurgebirge und in den Ilgaibergen lag noch Schnee. Die Bewohner der Dörfer in den oberen Tälern waren noch eingeschneit, aber sie hatten genügend Brennholz und Vorräte. Sie würden es noch eine Weile aushalten und in diesem Winter nicht mehr mit dem Hunger zu kämpfen haben. Die Flüsse führten zwar keine Eisschollen mehr mit sich aus den Bergen, aber sie waren auch noch nicht zum Frühjahrshochwasser angeschwollen. Ihre Furten waren passierbar. Der große Agangafluß wälzte seine grauen Fluten unermüdlich und unbeirrt vor sich hin. Ihn kümmerte es nicht, daß die Dörfer an seinem Ufer ausgestorben waren und sich nur noch selten ein Fischer auf das Wasser hinaus wagte.
Um diese Zeit in der Nacht waren alle längst zur Ruhe gegangen, und so mancher hoffte, das Tageslicht möge noch etwas ausbleiben. Die Männer auf den Mauern und Türmen der Städte und Burgen, die Wachen in den Lagern im Wald oder im freien Land dösten und bemühten sich, die Augen offen zu halten. Wenn sie aber über den kommenden Tag nachdachten, und was er wohl bringen würde, überfiel die meisten die Angst. Sie hatten den Agangafluß bereits am Vortag überquert. Die alte Brücke, von den Truppen aus Darken im Großen Krieg zerstört, war wieder aufgebaut. Auf drei Bögen spannte sie sich über den mächtigen Fluß. Sie war so breit, daß drei Pferde bequem nebeneinander auf ihr gehen konnten. Der König hatte vor Jahren den Befehl gegeben, hier die größte Brücke in ganz Centratur zu errichten. Er wollte nicht nur einen Übergang über den Fluß, sondern ein steinernes Symbol der Verbundenheit zwischen Whyten und Equan setzen. Grosskorl trat unruhig von einem Fuß auf den anderen. Die Hände hatte der Mann tief in die Taschen seiner pelzgefütterten Jacke gesteckt. Ihm war verdammt kalt, seine Zehen spürte er bereits nicht mehr. Langsam kroch die Taubheit weiter an seinen Beinen hoch. Obgleich er eine gestrickte Mütze trug, begannen seine Ohren zu erfrieren. Er spürte sie nur noch als einen dumpfen Schmerz. Ein Nachtvogel zog als dunkler Schatten vorüber. Grosskorl zuckte bei dem unerwarteten Anblick zusammen. Er fluchte leise: "Verdammt, ich hasse den Winter! Ausgerechnet im Winter muß ich mit diesen Verrückten durch die Gegend ziehen. Womit habe ich das verbrochen? Warum mußte es mich treffen? Warum hat die Königin mich ausgewählt? Warum kann ich nicht gemütlich zu Hause in meinem Bett liegen? Sicher, diese Leute haben geholfen, Hispoltai zu retten. Aber muß man deshalb mit diesen Nomaden durch die halbe Welt ziehen? Wie lange soll dieser unsinnige Ritt eigentlich dauern?" "Du wirst schon noch eine Weile Geduld haben müssen", sagte eine spöttische Stimme hinter ihm. "Und wenn ich nicht so gutmütig wäre, würde ich dich jetzt mit meinem Messer kitzeln. So macht man das nämlich mit Wachen, die nicht aufpassen, sondern vor sich hin schimpfen." Erschrocken fuhr Grosskorl herum und faßte nach seinem Dolch, aber mit festem Griff wurde sein Handgelenk umklammert und heruntergedrückt. "Jetzt ist es zum Kämpfen zu spät. Du solltest wenigstens so wach sein, daß du mich erkennst", fuhr die Stimme fort. Es war Aramar, der die Wache kontrollierte. Grosskorl, ein Hüne von einem Mann, stammelte einige Ausreden, die seine Geistesabwesenheit entschuldigen sollten. Der Zauberer ging nicht darauf ein, sondern wies ihn an, Feuer zu machen und die anderen Mitglieder der Reisegesellschaft zu wecken. Zwar war es in den letzten Tagen etwas wärmer geworden, dennoch froren alle, als sie sich beim anbrechenden Morgengrauen aus den Decken schälten. Sie hatten ihre Mäntel und die dicken Wollsachen in der Nacht anbehalten, Lammfelle um sich gewickelt, und die Sängerin Galowyn durfte sogar ein warmes Pferdefell über sich ausbreiten. Einada, die junge Königin von Equan, hatte alle gut ausgestattet und ihnen soviel Ausrüstung mitgegeben, wie vier Lastpferde tragen konnten. Dennoch waren die Nächte auf dieser Reise unangenehm genug. Die Kälte drang aus dem Boden in ihre steifen Körper. Das Feuer war heruntergebrannt und glomm nur noch. Als sich Grosskorl niederkniete, um mit trockenem Gras ein paar Flämmchen zu entfachen, stöhnte die Sängerin: "Ich bin einfach zu alt für solche Ausflüge. Was treibe ich mich hier in der Gegend herum, anstatt gemütlich in irgend einem Palast vor einem großen Kamin zu sitzen und mir von einem Diener heißen Wein servieren zu lassen? Diese Kälte ist Gift für meine Stimme. Meine Verantwortung gegenüber allen Wesen, die Gesang lieben, gebietet mir eigentlich mich zu schonen." "So, du wirst alt?" sagte ihre Dienerin, die gerade Wasser für Tee geholt hatte, zu der immer noch schönen Frau. "Das ist das erste Mal, daß ich dieses Eingeständnis aus deinem Mund höre. Bis jetzt dachte ich, du bleibst ewig jung." Für Smyrna war das dritte Lebensjahrzehnt ebenso wie für ihre Herrin gerade angebrochen. Sie war klein und hatte ein verschmitztes Gesicht. Fallsta, der Goldgräber, ein hagerer Mann, der sich trotz der Kälte jeden Abend die Schuhe auszog und nun wieder hineinschlüpfte, lachte: "Jetzt reise ich mit euch beiden seit Monden und höre Tag für Tag die gleichen Sticheleien und den gleichen Streit. Werdet ihr dieses Spiel nie müde?" "Es sind eben Frauen", sagte Rimo, der zweite Soldat aus der Palastwache, der als Begleitung mit nach Cantrel geschickt worden war. Ein kleiner Mann mit einem schütteren Bart und Halbglatze, der jedoch größten Wert auf sein Aussehen legte und sich jeden Morgen lange bürstete. Seine Kleider waren für einen Soldaten der Palastwache recht kostbar. "Das hat gar nichts mit Frauen zu tun", keifte Galowyn wütend. "Das heutige Dienstpersonal taugt ganz einfach nichts und läßt es an Respekt vermissen." "Dienstpersonal? Daß ich nicht lache! Wie oft soll ich dir noch erklären, daß du nur dann eine Dienerin hast, wenn du sie auch bezahlst." Der Streit wäre sicher so wie jeden Tag noch eine Weile weitergegangen, wenn sich Aramar nicht eingemischt hätte: "Wir kommen heute in bewohnte Gebiete. Ich weiß nicht, was uns erwartet, aber über der ganzen Gegend liegt etwas Bedrohliches." "Was meint Ihr damit?" fragte Fallsta. "Es ist nur so ein Gefühl, aber wir müssen aufmerksam sein." Als sie sich später zum Frühstück niederließen, denn an Verpflegung fehlte es nicht, war der Goldgräber verschwunden. Man fragte verwirrt, wo er geblieben sei, und Aramar lächelte versonnen: "Er hat etwas zu erledigen. Das sollten wir respektieren." Alle rätselten über den Sinn dieser geheimnisvollen Worte, warteten aber geduldig auf die Rückkehr Fallstas. Smyrna wusch inzwischen Wäsche in einem nahen Bach, und die Männer striegelten die Pferde und besserten deren Geschirr aus. Aramar hingegen verschwand zwischen den Büschen. Die Gestalt des Zauberers veränderte sich je nach Anlaß. Einmal war er ein alter Mann, der sich nur noch mit Mühe auf den Beinen halten konnte, dann wieder ein hochgewachsener Kämpfer, dem man besser aus dem Weg ging. Er trug lederne Hosen und hohe Stiefel und einen weiten, blauen Mantel. Über sein langes Haar hatte er eine lederne Kappe gestülpt. Ein prächtiger Bart verbarg die Lachfältchen in seinem Gesicht. Erst gegen Mittag kehrte Fallsta zurück. Er war tropfnaß und ließ sich aufseufzend vom Pferd gleiten. Alle eilten zu ihm und fragten, was geschehen sei. Er habe den Fluß überqueren wollen, antwortete er. Aber er sei tiefer gewesen, als vermutet, deshalb sei er ins Wasser gefallen. Doch das sei nicht tragisch. Ein Bad habe er schon lange nehmen wollen. Er rieb sich trocken und wechselte die Kleider. Doch auch nach einer Stunde waren seine Hände immer noch blau, und er zitterte am ganzen Körper. Aramar sah ihn mit sorgenvollen Augen an. Aber noch eine andere Veränderung war mit Fallsta vor sich gegangen. Der Goldgräber schien von einer schweren Last befreit. Er war beinahe beschwingt, und alle bemerkten, daß die Goldbeutel an seinem Gürtel fehlten, die er von seinem Ausflug im Ilgaigebirge mitgebracht hatte. Am späten Nachmittag erreichten sie das erste Dorf. Als sie es aus der Ferne sahen, beschlossen sie, dort zu übernachten. Doch beim Näherkommen verwarfen sie den Plan wieder. Das Dorf war zu klein, um einen Namen zu haben und bestand nur aus verfallenen Hütten. Zwei Kinder mit großen Köpfen und aufgequollenen Bäuchen liefen rasch über die Straße, und verschwanden in einem Haus, als sie die Reiter sahen. Sie waren spindeldürr, und ihre Knochen nur noch von Haut umhüllt. Außer den Kindern ließ sich niemand sehen. Die Erde in den Gärten vor und hinter den Häusern war umgewühlt. Man sah kein Wintergemüse, und auch Vieh schien man in diesem Dorf nicht zu besitzen. Weder Gänse noch Hühner und schon gar keine Kuh liefen herum. Bittere Armut beherrschte diese Siedlung. Die Reisenden sahen sich verwundert um und machten, daß sie weiterkamen. Nicht weit hinter dem Dorf gabelte sich der Weg. Der rechte Pfad stieg an und führte in einen Wald, während der linke einem Bach folgte. Aramar hielt sein Pferd an und sah sinnend auf den Stein an der Kreuzung. Dort war einst die Richtung eingemeißelt gewesen, doch jemand hatte inzwischen die Markierung entfernt. Man konnte erkennen, daß der Stein erst in jüngster Zeit bearbeitet worden war. "Ich kenne mich hier nicht mehr so gut aus", sagte der Zauberer. "Bevor wir in die Irre reiten, frage ich lieber." Er wandte sein Pferd und kehrte ins Dorf zurück. Vor dem ersten Haus des Ortes stieg er ab und pochte an die Tür. Zwar stieg Rauch aus dem Schornstein, aber niemand ließ sich sehen. Wütend rief der Zauberer: "Entweder ihr zeigt euch, oder ich breche die Tür auf!" Die Drohung zeigte Wirkung. Die Haustür öffnete sich einen Spalt, und eine Frau lugte heraus. Obgleich sie sicher nicht älter als achtzehn Jahre war, sah sie wie eine Greisin aus. Das Haar war strähnig, Schwären bedeckten Arme und Hände, die Augen lagen in tiefen Höhlen. Wie ein Totenschädel wirkte dieses Gesicht. Nachdem sie sich vorsichtig umgesehen hatte, öffnete sie die Tür noch ein wenig weiter, und nun konnte man hinter ihr Kinder erkennen, die ängstlich ins Freie starrten. Auch sie waren ausgemergelt und halbverhungert. "Wir haben nichts mehr, Herr! Wir können nichts geben. Bitte, tut uns nichts", flüsterte die Frau furchtsam. "Ich will nichts von euch", antwortet Aramar begütigend. "Sag mir nur, welches ist der kürzeste Weg nach Cantrel." "Wir haben selbst nichts! Wir können nichts hergeben." "Ich will von dir nur eine Auskunft!" "Wir hungern selbst. Bitte tut uns nichts! Wenn wir etwas hätten, würde ich es Euch geben." "So hör doch zu! Ich will nichts von euch. Ich frage nur nach dem Weg." Die Frau antwortete nicht, sondern wimmerte nur noch. Der Zauberer sah sie verwirrt an, dann hakte er wortlos seinen Brotbeutel vom Sattel und hielt ihn ihr hin. Sie bewegte sich nicht und sah den Fremden furchtsam an. Da warf ihr Aramar den Beutel vor die Füße, bestieg sein Pferd und gab ihm die Sporen. Mit den Gefährten redete er nicht über den Vorfall, sondern schlug wortlos den Weg ein, der den Bach entlang führte. An diesem Abend ging es Fallsta schlecht. Seine rote Nase tropfte, noch immer zitterte er am ganzen Körper. Seine Stimme war rauh, und das Sprechen machte ihm Mühe. Aramar befahl ihm, sich völlig auszuziehen, dann rieb er ihn zusammen mit Smyrna mit trockenen Tüchern, bis die Haut rot glänzte. Anschließend wurde der Goldgräber in viele Decken eingepackt und mußte heißen Tee trinken. Dennoch nahm das Fieber im Lauf der Nacht zu, und am nächsten Morgen konnte er sich kaum im Sattel halten, so daß stets jemand neben Fallsta reiten und ihn festhalten mußte. Auch an diesem Tag folgten sie dem Bach und kamen durch zwei Dörfer. Sie unterschieden sich kaum von dem ersten, das sie am Vortag gesehen hatten. Die Armut und der Hunger waren so augenfällig, daß sie all ihren Proviant verteilten. Trotzdem schienen sich die Leute immer noch zu fürchten, und es war kein Wort aus ihnen herauszubringen. Aramar blickte finster, während seine Begleiter rätselten, was hier wohl vorgefallen sein konnte. Ankunft in Cantrel Endlich lag die weite Ebene von Cantrel vor ihnen. Mit ihren goldenen Kuppeln und blitzenden Dächer war die Stadt schon von weitem zu sehen. Über den Mauern schwebte in strahlendem Weiß der Palast. Staunend starrten alle auf das Wunder, das in der Nachmittagssonne vor ihnen glänzte. "Sie haben Cantrel wieder aufgebaut, schöner als je zuvor", flüsterte der Zauberer ergriffen. "Die Stadt hatte man im Großen Krieg völlig zerstört. Die Krieger aus Darken waren zu ihr durchgestoßen. Um jedes Haus war damals gekämpft worden. Schließlich gelang es dem Feind, die ganze Stadt zu besetzen. Meliodas konnte sich nicht mehr halten und mußte mit seinen Truppen abziehen. Dann hat der Feind die Stadt angezündet und geschleift. Cantrel war einst der schönste Fleck in ganz Centratur gewesen, und so mancher tapfere Mann weinte nach dem Krieg, als er die schwarzen, rauchenden Ruinen sah und sich an die ehemalige Pracht erinnerte. Doch, wie ihr seht, Cantrel ist aus der Asche auferstanden." "Weshalb schwebt der Palast über der Stadt?" fragte Smyrna atemlos. "Er schwebt nicht, er steht auf Stelzen." Am Nachmittag waren sie Cantrel so nahe gekommen, daß sie rings um die weißen Mauern ein Zeltlager erkennen konnten. Es war groß, und die Zelte standen so lückenlos, daß Galowyn entsetzt fragte: "Wird Cantrel etwa belagert?" "Das weiß ich nicht", antwortete der Zauberer. "Aber wir werden es bald erfahren." Als sie die ersten Zelte erreichten, beugte sich Aramar von seinem Pferd herab und tippte einem der Männer auf die Schulter. Der lief geschäftig mit einem Eimer in der Hand durch das Lager. Er schien ein Bediensteter zu sein und sich durch die Fremden gestört zu fühlen. "Was wollen all die Leute hier?" fragte der Zauberer. Der Mann starrte ihn an, als sei er von allen guten Geistern verlassen, dann antwortete er spöttisch: "Das Gleiche wie Ihr selbst, die Königin heiraten!" Aramar wollte noch eine Frage stellen, aber der Mann wandte sich ab und verschwand zwischen den Zelten. "Mir scheint, es sind Freier", sagte der Zauberer nachdenklich. "Freier?" fragte Galowyn. "Ja, diese Männer wollen Königin Lunete heiraten." "Schau nicht so neidisch", wandte sich Smyrna spöttisch an ihre Herrin. "Ich weiß, es wäre dein Traum, daß sich so viele Männer um dich drängeln." "Was muß das für eine Frau sein!" seufzte Fallsta. "Ich glaube nicht, daß es diesen Leuten um Frau Lunete geht. Sie wollen vielmehr die Herrschaft über Centratur. Jeder von diesen Gesellen hofft, Hochkönig zu werden." Sie durchquerten auf schlammigen Wegen die Zeltstadt. Vor zusammenklappbaren Tischen saßen Männer und würfelten. Weinkrüge lagen leer auf dem Boden, ein abgenagtes Hühnchen war achtlos zwischen die Zelte geworfen. Als die Freier die Reisenden zu Pferd sahen, lachten sie und riefen: "Ihr kommt reichlich spät. Hier ist nichts mehr zu holen. Zu viele Hunde balgen sich schon um den Knochen. Verschwindet und spart euch eure Zeit. Ihr habt doch zwei Frauen dabei, was braucht ihr da noch die Königin?" Angewidert ritten der Zauberer und seine Begleitung weiter. Sie achtete nicht auf das schallende Gelächter hinter ihnen. Vier Reiter kamen hoch zu Pferd an ihnen vorüber. Sie hörten die Würfelspieler rufen: "Wo wollt ihr hin?" "Bei den Bauern einsammeln." "Die haben doch nichts mehr." "Macht nichts, das Einsammeln macht auch so Spaß." Wieder dröhnte die Luft von Gelächter. "Die holen sich unseren Proviant, den wir hergeschenkt haben", sagte Smyrna bitter. "Das glaube ich nicht," sagte der Zauberer. "So verhungert wie die Leute in den Dörfern waren, ist sicher kein Krümel mehr übrig. Aber dieses =91Einsammeln=92 ist auch so schlimm genug." Schließlich erreichten sie das Stadttor, das weit offen stand. Wachen stellten sich ihnen in den Weg. Es war verboten, so erfuhren sie, Pferde mit in die Stadt zu nehmen. Deshalb blieb ihnen nichts übrig, als abzusitzen und ihr Gepäck und die Tiere Grosskorl und Rimo anzuvertrauen. Diese führten die Pferde in einen Mietstall neben dem Tor und richteten sich auf eine längere Wartezeit ein. Als sie die hohen, weißen Tore durchschritten hatten, wußten sie, weshalb die Stadt für Pferde verboten war. König Meliodas hatte Straßen und Gassen mit weißem Marmor pflastern lassen, der durch Pferdehufe beschädigt worden wäre. Es war eine Welt ganz aus Stein, in der sie sich nun befanden. Straßen, Plätze, alles war mit weißen Platten belegt und die Häuser bestanden aus großen Marmorblöcken. Selbst der Fluß wälzte sich unterirdisch durch die Stadt. Kein Krümel Erde war zu sehen. Für Pflanzen war in dieser steinernen Pracht kein Raum. Aber die Natur hatte sich inzwischen zu ihrem Recht verholfen. Etliche der Platten waren mittlerweile gesprungen, und in ihren Rissen wuchsen zaghaft Gras und sogar einige Blumen. Die breiten Straßen zwischen den prächtigen Häusern waren verschmutzt, und in all dem Unrat wucherten Unkraut und Brennesseln. "Wie kommt ein alter Waldläufer dazu, sich eine Stadt zu bauen, aus der die Natur verbannt ist?" staunte Aramar. "Mein alter Freund, König Meliodas, gibt mir immer mehr Rätsel auf." Auf den Straßen herrschte reges Treiben. Menschen in prächtigen Gewändern schritten gewichtig mit ihrem Gefolge zu irgendwelchen Treffen. Männer und Frauen mit Bündeln auf dem Kopf hasteten vorüber. Die Reisenden standen verloren in der Geschäftigkeit. "Was bedeuten die eisernen Ringe, die einige der Leute um den Hals tragen? Sogar Kinder habe ich mit diesem Schmuck gesehen", fragte Fallsta, der von Galowyn und Smyrna gestützt wurde. "Das ist kein Schmuck", antwortete Aramar bitter. "Der Ring ist das Sklavenzeichen. Hier in dieser Stadt werden Sklaven gehalten. Weit ist es gekommen mit der Freiheit und Gleichheit, für die Meliodas und ich einst eingetreten sind. Was für eine abscheuliche Stadt! Wir müssen zum Palast. Ich will mit Königin Lunete sprechen." Der Weg war nicht zu verfehlen, denn ganz gleich, wo man sich in der Stadt aufhielt, sah man den Palast hoch über der Stadt thronen und in der Sonne blitzen, und mußte geblendet die Augen schließen. Die Reisenden drängten sich durch die Menschenmenge, wurden von Wirten und Dirnen angesprochen, liefen durch Gassen und Straßen und standen endlich vor der breiten Treppe, die zum Sitz des Hochkönigs emporführte. Doch bevor sie sich an den Aufstieg machten, sahen sie sich erst einmal das wundersame Bauwerk an. Es stand auf hohen Säulen, und am Ende der großen Treppe mit den vielen Stufen zog sich eine Plattform über die gesamte Breite hin. Erst dahinter waren die eigentlichen Eingänge. "Ich weiß nicht, was sich Meliodas gedacht hat, als er dieses Monstrum errichten ließ?" sagte Aramar noch immer verwundert. Diese Pracht vermittelte ihm ein anderes Bild des verstorbenen Freundes, als er es in Erinnerung hatte. "Bevor wir hinein gehen, sollten wir Quartier nehmen", sagte Galowyn. "Fallsta kann nicht mehr." "Wir werden im Palast schlafen", antwortete der Zauberer. Ohne zu zögern schritt er die Freitreppe empor. Aber kaum hatten sie die Hälfte der Stufen zurückgelegt, da wurden sie von oben angerufen. Eine barsche Stimme befahl ihnen, sofort stehenzubleiben und umzukehren. Aramar kümmerte sich nicht weiter darum. Nun kamen ihnen vier Männer entgegen. Sie trugen hohe Helme und hielten lange Lanzen auf die Fremden gerichtet. Man sah ihren Gesichtern an, daß sie entschlossen waren, sich Gehorsam zu verschaffen. "Wohin wollt Ihr?" fragte ihr Anführer streng. "Zur Königin", antwortete Aramar freundlich. Einem verdutzten Schweigen folgte schallendes Gelächter. "Zur Königin wollen viele Leute, und keiner ist bisher vorgelassen worden. Was gibt Euch die Hoffnung, bei Euch werde eine Ausnahme gemacht?" "Wir sind Freunde der Königin." "Habt Ihr draußen das Zeltlager um die Stadt gesehen?" Aramar nickte. "Das sind alles Freunde der Königin. Königin Lunete hat so viele Freunde, daß das Land daran zugrunde geht. Sie haben alles kahl und leer gefressen, diese Freunde. Und alle diese Freunde wollen nur das eine, sie wollen zu unserer Herrin. Sie haben unsere Herrin so gern, daß sie am liebsten zu ihr ins Bett kriechen möchten. So ist das mit den Freunden. Die Herrin will aber diese Freunde gar nicht sehen. Am liebsten wäre es ihr, sie würden alle verschwinden. Also macht Euch fort und zwar rasch!" "Wir gehören nicht zu den Freiern, sondern haben eine wichtige Botschaft", mischte sich nun Galowyn ein. "Die Botschaft könnt Ihr mir sagen, und weitere Ausreden braucht Ihr Euch nicht auszudenken. Übrigens seid Ihr die ersten Frauen unter den sogenannten Freunden. Das überrascht mich ein wenig. Sklavinnen könnt Ihr nicht sein, denn ich sehe keinen Ring. Was also wollt Ihr?" "Ich bin Galowyn, die berühmte Sängerin. Und das ist Smyrna, meine Dienerin. Der Mann vor Euch ist Aramar, der große Zauberer. Und da ist noch Fallsta, unser Freund, der dringend ein Bett braucht. Genügt Euch diese Erklärung, und macht Ihr nun endlich den Weg frei?" "Ihr seid wirklich hartnäckig! Als Sängerin und Zauberer hat es bis jetzt noch keiner versucht. Ihr habt Euch wirklich etwas einfallen lassen. Nun aber genug! Ihr habt uns schon zu viel Zeit gestohlen. Kehrt um, oder Ihr werdet es bereuen!" Aramar wurde langsam ungeduldig. Ärgerlich sagte er: "Mir reicht es jetzt! Ich bin nicht gewohnt, von der Wache abgefertigt zu werden. Macht Platz und haltet uns nicht länger auf! Wir haben keine Zeit zu verlieren!" Die Worte des Zauberers wischten die letzte Freundlichkeit aus den Gesichtern der Wachleute. Die Speerspitzen wiesen nun genau auf die Herzen der Fremden. Es war klar, wenn sie nicht umkehrten, würde es zum Kampf kommen. In diesem Moment trat aus dem Palast ein Mann in einer schimmernden Rüstung. Sie war silbern und schwarz, und auf dem Kopf trug er einen blitzenden Helm. Er befahl den Soldaten zu, innezuhalten und die Fremden zu ihm bringen. Langsam schritten die Männer rückwärts die Treppe hinauf. Sie senkten die Speere keinen Daumen breit. Die Freunde folgten ihnen. Der Vorsteher der Garde im Palast von Cantrel war ein mächtiger Mann, wie Aramar seinen Gefährten beim Emporsteigen leise erklärte. Ihm oblag nicht nur der Schutz des Königs, sondern die Verteidigung der ganzen Stadt. Der Mann, der sie auf der weiten Terrasse über den Dächern von Cantrel erwartete, war hochgewachsen und überragte Aramar. Er ließ sich Namen und Herkunft der Fremden genau nennen. Bereitwillig gaben diese Auskunft. Dann fragte der Zauberer nach dem Namen des Hauptmanns. "Ich bin Vorsteher Kuri. Von Euch, Aramar, habe ich schon gehört. Ihr wart einst mit dem König befreundet gewesen, dessen Tod ich nicht verhindern konnte." "Ihr seid dabei gewesen, als er starb?" fragte der Zauberer rasch. "Ich sah ihn in den Fluß steigen. Er ließ sich nicht zurückhalten." Sofort begann Aramar zu fragen, wer noch dabei war, wie viele Leute das Unglück gesehen hatten, welches die letzten Worte Meliodas' gewesen waren und vieles mehr. Der Mann in der prächtigen Rüstung gab bereitwillig Auskunft: "Wir waren schon einige Tage unterwegs gewesen, und der König hatte schlechte Laune. Wahrscheinlich, weil ein paar Hofschranzen ständig um ihn herumscharwenzelten und irgendwelche Privilegien herauszuschlagen. Dann wurden wir auch noch überfallen. Es war nicht gefährlich, aber der König ärgerte sich maßlos, daß man es wagte, ihn selbst anzugreifen. An diesem Abend schlugen wir unser Lager am Ufer des Tessenfluß auf. Er war reißend und führte Hochwasser. Am Morgen des Unglücks war Meliodas schon früh auf und hatte sich in den Kopf gesetzt im Fluß zu baden. Ich weiß nicht, was ihn zu diesem Wahnsinn trieb. Vielleicht wollte er sich selbst beweisen, daß er noch jung und tatkräftig war. Ich warnte ihn, doch er hörte nicht auf mich. Kurze Zeit später war er tot - ertrunken." "Wo wart Ihr, als es geschah? Wer hat die Leiche untersucht? Wo waren die anderen aus dem Gefolge zu diesem Zeitpunkt?" "Ich bin Euch keine Rechenschaft schuldig", unterbrach ihn Kuri unwillig. "Auch wenn Ihr König Meliodas gekannt habt, so gibt Euch das kein Privileg. Geht nun und verlaßt die Stadt!" "Wir müssen die Königin sprechen!" "Das müssen viele." Nun wurde der Zauberer ungeduldig und sagte barsch: "Entweder Ihr laßt uns vor oder wir verschaffen uns Zutritt." Der Vorsteher sah den Fremden vom Kopf bis zu den Füßen an, dann lächelte er: "Belohnt Ihr mir mit diesem Ton meine Freundlichkeit? Doch ich verzeihe Euch und werde Euch der Königi n melden. Heute kann ich Euch jedoch nicht mehr vorlassen. Kommt morgen wieder, dann sollt Ihr die Königin sehen!" Aramar zögerte ein wenig, dann nickte er: "Morgen früh werden wir hier sein." Er gab seinen Begleitern einen Wink, und sie stiegen die hohe Treppe wieder hinab. Unterwegs sagte der Zauberer: "Wir hätten uns durchkämpfen können, aber ich will keinen Ärger. Außerdem geht es Fallsta nicht gut." Nun galt es, in der überfüllten Stadt ein Quartier zu finden. Nach langem Suchen kamen sie in einem Haus nahe der Stadtmauer unter, das sich einst eine reiche Familie gebaut hatte. Es war groß und mit Treppen, Erkern und Balkonen versehen. Von außen sah es noch immer imposant aus, aber die Fassade verbarg nur das Elend im Innern. Obwohl das Gebäude heruntergekommen und schäbig war, diente es als Gasthaus, und alle Räume waren vermietet. In den großen Sälen, in denen einst rauschende Feste gefeiert worden waren, logierten nun bis zu dreißig Leute. Sie schliefen auf Strohsäcken auf dem Boden. Der Schmutz überall war unbeschreiblich. Die Menschen verrichteten ihre Notdurft einfach auf dem Gang, und da niemand da war, um den Unrat zu beseitigen, stank das ganze Haus. Die Reisenden bekamen im zweiten Stock eine kleine Kammer zugewiesen, die früher wohl als Dienstbotenunterkunft gedient hatte. Der Wirt, der sie nach oben führte, kümmerte sich nicht um den Dreck und die Menschen, die überall herumlagen. Solange sie ihn bezahlten, schien er ganz zufrieden. Wie selbstverständlich schlängelte er sich zwischen Kot und Leibern hindurch. Er hielt dabei eine Kerze in der Hand und redete ununterbrochen. Mit einem Blick auf den schwankenden Fallsta, den Smyrna und Galowyn stützten, fragte er, ob er zwei Frauen zum Wärmen schicken solle. Verwundert erkundigte sich Smyrna nach dem Sinn dieses Angebots. "Oh, sie wärmen Euren Freund mit ihren Körpern und ziehen zugleich alle Gifte aus seinem Leib." "Das ist nicht nötig", sagte Aramar mit unterdrücktem Zorn. "Aber vielleicht macht es ihm Spaß, und Vergnügen ist der beste Arzt." "Nein, ich will nicht", keuchte nun auch Fallsta. "So hört Euch wenigstens die günstigen Preise an. Zwei Mädchen unter zwanzig Jahren kosten vierzig Dinra. Für Frauen älter als zwanzig Jahre verlange ich dreißig Dinra, und für Frauen, die schon vierzig Jahre hinter sich haben, müßt Ihr nur noch zehn Dinra zahlen. Gebt zu, daß dies günstig ist. Ich habe Euch nämlich einen Sonderpreis gemacht. Die Frauen kommen aus Muriel und sind erste Qualität. Auch Ihr anderen könnt Euch an den Frauen wärmen, wenn Ihr wollt." Es war schwierig, dem Wirt klarzumachen, daß sie seine Offerte ausschlugen. Aramar versuchte es sehr höflich, um kein Aufsehen zu erregen. Aber der Mann blieb hartnäckig und wollte unbedingt seine Frauen schicken, so daß der Zauberer am Ende doch einige deutliche Worte sagen mußte. Endlich waren sie allein und Fallsta auf einen Strohsack gebettet. Aramar hatte unterwegs Kräuter und Beeren gesammelt, mit denen er den Fiebernden versorgte. Dann schlief der Goldgräber ein. Die Frauen waren zwar müde, hatten aber keine Lust, bis zum Schlafen in dem muffigen Zimmer zu bleiben. Deshalb liefen sie noch ein wenig durch die Straßen. Aramar blieb bei Fallsta. Auf den Straßen drängten sich noch immer Leute. Man konnte Männer aus aller Herren Länder sehen, in den unterschiedlichsten Kleidern und Trachten. Die wenigen Frauen dagegen waren dem Aussehen nach Dienerinnen und Sklavinnen. Natürlich gab es auch Huren und Strichjungen, die nach Freiern suchten und, wie Galowyn und Smyrna bemerkten, auch fanden. Vor den Häusern standen Bänke und Tische für Zecher. Sie waren gut besetzt. Krüge mit rotem Wein und gelbem Bier wurden herumgereicht. Die Männer lachten und grölten und hoben ihre Becher. Gespannte Erwartung lag über dem bunten Treiben, denn in den Stunden vor Sonnenuntergang sollten in der Arena der Stadt Gladiatorenspiele stattfinden. Wundervolle Standbilder, auch sie aus Marmor, zierten die Straßen. Niemand blickte sie mehr an, und so manchem fehlten die Nase oder gar ein Arm. Waren Übermut oder Achtlosigkeit für die Zerstörung der Kunstwerke verantwortlich gewesen? Die Sängerin und ihre Dienerin fielen in diesem geschäftigen Treiben nicht auf. Sie schlenderten zwischen den Gruppen hindurch, tranken im Stehen einen Becher Wein und gelangten schließlich vor ein geräumiges Haus, in das viele Menschen strömten. Neugierig gingen sie näher und erkannten ein Badehaus. Nach der langen Reise und dem Staub der Landstraßen verspürten sie Sehnsucht nach einem Bad, so daß sie sich den Leuten anschlossen und sich durch die mächtigen Säulen hineindrängten. Hinter dem Eingang saß eine Sklavin, der sie je einen Dinra zahlten. Dahinter öffnete sich eine weite Vorhalle, in der alle ihre Kleider in steinerne Nischen ablegten, die von nackten Sklavinnen bewacht wurden. Da wurden dicke Bäuche und schwammiges Fleisch sichtbar, aber auch straffe Muskeln und narbige Oberkörper. Behaarte Männer gingen so selbstverständlich durch den Durchlaß ins Innere wie solche, deren weißes Fleisch das Auge blendete. Ungeniert sahen sich die beiden Frauen diese Parade an. Doch eine Stimme unterbrach ihre Beobachtung: "Darf ich die beiden Damen ins Innere dieses Tempels des Wohlbefindens und der Lust geleiten? Doch wollt Ihr Euch nicht zuvor dieser elenden Hüllen entledigen, durch die so viel Schönheit dem Auge des genießenden Beschauers verborgen bleibt? Ihr seid neu hier, das sieht ein Kundiger sofort. Darf ich mich anheischig machen, Euch hier einzuführen? Es wäre mir eine Ehre, wenn ich Euch mit den Gepflogenheiten dieser erquicklichen Einrichtung vertraut machen dürfte. Schon bevor Ihr die Kleider abgestreift habt, kann ich sagen, daß dieses Haus heute durch Euch eine Bereicherung erfährt." Galowyn und Smyrna sahen sich um. Hinter ihnen stand ein kleines Männchen mit wabbeligem Bauch und einem dünnen Haarkranz um seinen kahlen Schädel. Es lächelte gewinnend und redete in einem fort. "Wenn es den Damen recht ist, würde ich sie nach den Erquickungen, die dieses Haus zu bieten vermag, noch zu den Spielen in die Arena führen. Aber zuvor wollen wir uns anderen Spielen widmen." Bei diesen Worten stieß er ein meckerndes Gelächter aus. Die Sängerin sah ihn mißtrauisch an und schritt, ohne sich weiter um den aufdringlichen Alten zu kümmern, auf den Eingang ins Innere zu, und Smyrna folgte ihr. "Halt", hörten sie hinter sich, "Ihr müßt Euch erst entkleiden. So wie Ihr Euch befindet, ist der Eintritt nicht gestattet." Sie traten nicht ein, aber sie erhaschten einen Blick auf den großen Raum. An den Wänden saßen nackte Frauen und schienen zu warten. Hin und wieder trat ein Mann auf sie zu, gab ihnen ein Zeichen, und sie folgten ihm ins Wasser oder zu Räumen im Hintergrund. In dampfenden Wasserbecken und an ihren Rändern kopulierten Paare. Nackte Sklavinnen liefen zwischen ihnen hindurch und versorgten alle mit Getränken und Essen. Die Sängerin und ihre Dienerin sahen sich wortlos an. Damit hatten sie nicht gerechnet, und die Lust auf ein Bad war ihnen gründlich vergangen. Sie wandten sich ab und verließen dieses Badehaus. Hinter sich hörten sie noch die Stimme des Alten: "Aber meine Damen, wo geht Ihr denn hin? Warum wollt Ihr Euch nicht entspannen? Ich hätte Euch mit Freuden in diese Gesellschaft eingeführt. Wollen wir uns für morgen verabreden?" Zu einem weiteren Bummel durch die Stadt verspürten sie nun keine Lust mehr. So kehrten sie zu Aramar und Fallsta zurück, packten die Reste ihrer Vorräte aus und aßen zusammen mit den beiden Männern auf dem Zimmer.
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